Mit dem gestrigen Halbmarathon in Schotten um den Niddastausee begann sie also, meine direkte Vorbereitung für den Münchenmarathon am 14.10.2007.
Nachdem ich geschäftlich in Hessen unterwegs war und ich dieses Wochenende eh einen Halben laufen wollte, entschied ich mich dafür die 70 KM nach Schotten rüber zu fahren, um dort den Wettkampf zu bestreiten.
Da ich auf Tobis Seite gelesen hab, daß er auch läuft und Edgar den 10er laufen wolle, hab ich mich auch schon wieder richtig mal auf ein Wiedersehn mit den beiden gefreut.
Vorm Start traf ich dann auch noch Walter Sellmann, den der ein oder andere wahrscheinlich auch vom Trainingslager kennt, und so gab es dann im Vorfeld un auch danach doch noch einiges zu quatschen.
Da der Start des HM um 18:35 Uhr erst war, und ich vorher noch Zeit hatte legte ich mich erstmal ans Seeufer um noch a bisserl zu relaxen. Wie ein so später Start sein würde war auch die frage, da ich einen Halbmarathon zu dieser späten Stunde auch noch nie gelaufen bin.
Beim Start, bei noch sommerlichen Temperaturen, ging es gleich ab wie die Post, Tobi und der spätere Zweite vorneweg und ich mit einem anderen Läufer hinterher.
Der erste KM war dann auch wie immer mit 3:25 viel zu schnell, aber das gab sich dann auch. Mein Mitläufer verabschiedete sich dann als er die zwischenzeit sah nach hinter, denn er wollte nur einen 3:50er Schnitt laufen.
So bedeutete dies für mich auf den folgenden 20 Kilometern ein Einzelkämpfer dasein.
Und wie schwer das ist, dann seine Zielzeit zu erreichen, brauch ich wohl niemanden sagen. So pendelten sich dann die nächsten KM immer so um die 3:38 ein, mal schneller, mal langsamer.
Durch die nur auf vereinzelt im Schatten liegende Strecke, auf die die Sonne doch ganz schön rein stach und knapp fünf Kilometer lang war waren also 4 Runden und a bisserl was notwendig um die 21,1 KM zu erreichenBereits auf der ersten Runde, kamen wir in den “Genuß”
die langsamen Zehnkilometerläufer überrunden zu müssen und dies setzte sich auch bis zum Schluß dann mit den langsamen Halbmarathonläufern fort.
Zweimal konnte ich da auch nur durch ein zur Seite springen einen Crash verhindern, da die Überrundeten halt meistens zu vielen nebeneinander liefen und so in Unterhaltungen verstrickt waren, daß sie einen erst bemerkten als es fast schon zu spät war.
Kurz vor Ende der vorletzten Runde dann, teilte mir Edgar die Abstände mit, nämlich knapp 2 Minuten nach vorne und auch einiges nach hinten. Da die Zeiten jetzt doch etwas abfielen war mein Ziel jetzt nur noch den Platz zu halten und wenigsten s noch die 1:17 zu laufen.
Dies gelang mir dann auch und mit 1:17:44 kam ich als Gesamtdritter und auf Platz eins der M35 mit einer Minute Vorsprung ins Ziel.
Tobi dagegen hat es geschafft und seine HM Bestzeit auf 1:12 h verbessert, Glückwunsch dazu.
Nach dem Auslaufen und Duschen tranken Edgar, Tobi und ich noch was um die zeit bis zur Siegerehrung zu überbrücken.
Dann um 21:15 begab ich mich auf die zweieinhalbstündige Heimfahrt um den Abend mit dem WM Marathon ausklingen zu lassen, den ich dann auch nur durch ein paar vereinzelte Nickerchen auch bis zum Ende durchstand.
Faszinierend ist dabei für mich doch immer wieder der Schwachsinn der teilweise von den Kommentatoren erzählt wird.
Für die kommende Marathonvorbereitung hab ich mir auch diese Mal wieder ein paar Neuerungen ausgedacht. So will ich nächste Woche den Berglauf bestreiten, in drei Wochen nochmal einen Halbmarathon in Ulm voll laufen und die Woche darauf meinen langen Lauf innerhalb eines 33 KM Wettkampf machen, wo ich nach dem Einlaufen dann 33 KM Endbeschleunigung mache.
Mal schauen wie es wird…