Zum 2. Mal nach dem letztjährigen Alpseelauf ist es mir jetzt passiert, daß ich anhalten mußte um meine Schnürsenkel zu binden. Ich vergaß doch tatsächlich wieder den Doppelknoten und die Doppelschleife ging halt nach 1,5 KM auf.
Doch zum Anfang…
Sturm Emma machte an diesem Wochenende vielen Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung, jedoch Oettingen hatte aufgrund der freien Strecke Glück, da hier nix von oben runter fallen kann. Allerdings bekam man halt den Wind auch die komplette Strecke voll ab.
Von den Ausfällen anderorts profitierte also Oettingen und so warn heuer sehr viele Starter da um die 5 und 21,1 KM in Angriff zu nehmen.
Direkt nach dem Start auf der 5,25 KM langen Runde waren wir dem Regen und gegenwind für über einem Kilometer voll ausgesetzt und so wollte anfangs keiner vorne laufen, was sich an einem KM-Split von 4:10 bemerkbar machte. Sobals es allerdings auf den nächsten 300m Rückenwind gab, ging die Post ab, bis wieder der Wind von Vorne kam und jeder wieder die Bremse reinhaute.
Zu dieser Zeit waren wir eine 7-Mann starke Spitzengruppe, und ich mußte anhalten, schön blöd.
Zu dumm nur, daß ich auch noch klamme Finger hatte und so eine Minute brauchte, bbis ich in beide Schuhe einen Doppelknoten rein gewurschtelt hatte.
Also wieder los, so etwa auf Platz 20 undallein gegen den Wind rankämpfen.
Dies dauerte etwa zwei Kilometer, allerdings waren vorne 3 Mann weg und ich lief zwei Runden mit Stefan Lang auf Platz vier und fünf. Wir wechselten uns immer schön mit Windschatten ab, sodaß wir näher an die vorne rankamen. Allerdings gaben die auch gut Gas und der spätere Sieger lief vorne weg.
Nach zweieinhalb Runden, konnte Stefan das Tempo jetzt mit Rückenwind nimmer ganz mithalten und ich lief auf dem nächsten Kilometer am Dritten vorbei und zum Zweiten, Torsten Seib auf.
Zusammen gings in die letzte Runde gegen den Sturm, bevor ich mich auf den letzten zwei Kilometern, als wir wieder Rückenwind hatten, lösen konnte und nach 1:22:01 als Gesamtzweiter über die Ziellinie lief.
Solche Bedingungen wie heute hatte ich dann doch noch nie. Als z.B. eine richtig starke Boe von links hinten kam, hat es mich einen halben Meter versetzt, voll in den neben mir laufenden rein, und so gings es noch mehreren. Der Regen stach wie Nadeln ins Gesicht als der Wind frontal auf uns traf.
Der Sieger hatte im Ziel eine 1:19 stehen, was bei seiner Bestzwit von 1:15 schon einiges sagt. Das wäre genau das gewesen, was ich heute laufen wollte, wenn das Wetter nicht so gewesen wäre. Aber mei, ich habs ja vorher schon gesagt, da wird halt auf Platzierung gelaufen und dann ist die Zeit Wurscht.
Glückwunsch an den Dritten, Torsten Seib, der 15 Sekunden nach mir im Ziel war und damit Schwäbischer Meister wurde.
Über die 5 KM gibt es übrigens noch eine Spitzenzeit zu melden, der Sohn des ewig lästernden
FJH lief eine 25 hoch. Das ist umso bemerkenswerter, da Tobi erst 9 Jahre alt ist. Ob das am Vornamen liegt? Am Nachnamen kanns ja nicht liegen
Ergebnisse, Fotos und einen weiteren Bericht gibts auf der Seite von Jörg.