Nachdem mein Muskel in der letzten Woche sich dementsprechend regeneriert hatte, hab ich also die lange Anreise ins oberfränkische Bad Staffelstein am Sonntag in aller Frühe angetreten um dort den Obermainmarathon zu laufen.
Dies sollte auch ein weiterer Test in Fortsetzung der Saison bedeuten. Letztendlich lief alles super gut und ich kann weiter mit dem Rennsteiglauf planen. Doch erstmal zum Rennen…
Beim Start, wo bei strahlendem Sonnenschein das Thermometer schon gut 15 Grad anzeigte, traf ich gleich Rudolf Paulus, den Zweiten des letzten Jahres und sagte ihm, er solle doch bitte, wenn er mich heute überholt mich nicht so arg deklassieren wie letztes Jahr.
Direkt nach dem Startschuß setzte ich mich mit Rudolf und Carsten Steger aus Nürnberg, den Tobi und ich vom Transalpine her kennen (der mit dem winzigen Hund), an die Spitze des Feldes und setzten mit 3:34 min. auch gleich eine Duftmarke, damit so niemand auf dumme Gedanken kommt, und sich bei uns noch hinzuhängen.
In dieser Dreiergruppe ging es dann bis KM 12 weiter, rauf zu
Kloster Banz, wieder hinunter und über den Main rüber.
Die Splits im Flachen bewegten sich hier immer so um 3:50.
Als die Strecke wieder leicht anstieg, mußte Carsten abreißen lassen und so waren Rudolf und ich allein weiter in Front. Jetzt gings es hinauf zu Vierzehnheiligen, wo ich beim letzten steilen Anstieg etwas abreißen lassen mußte und Rudolf oben an dem Hochweg angekommen einen Vorsprung von 50 Metern hatte. Auf den nächsten 4 Kilometern in Richtung Staffelberg, einem Wanderweg der wellig auf Split sich dahinzog konnte ich bis zur Rampe auf der Staffelberg hoch wieder bis auf 5 m heranlaufen.
Oben auf der Bergrunde nutzte Rudolf wiede riene kleine Schwächephase von mir um sich etwas abzusetzen und lief zurück auf dem Wanderweg, bevor das Gefälle anging, einen Vorsprung von 300mheraus.
Nach dem Staffelberg bei KM 22 hatte ich übrigens bis auf eine Sekunde, die gleiche Zeit als im letzten Jahr.
Unser Vorsprung auf Carsten betrug jetzt bereits einen Kilometer.
Auf der Bergabpassage, konnte ich, nachdem ich mir einen Gelchip in die Backen klemmte, den Vorsprung auf knapp über 40 Sekunden verkürzen und so ging es dann weiter bis 4 Kilometer vor dem Ziel, als ich einsah, da nicht mehr hinzukommen.
Und wie es so ist, wenn man ein Rennen verloren gibt, vergrößerte sich der Rückstand noch auf eineinhalb Minuten, allerdings baute ich meinen Vorsprung auf den Dritten auf 10 Minuten aus, und so lief ich nach 2:49:20 h als Gesamtzweiter ins Ziel.
Schön war, daß jeder der Spitze dann einen eigenen Radlfahrer vom Veranstalter bekam, der die Nordic Walker und Wanderer immer schön zur Seite trieb, Streckenabzweige ansagte, und auch mal einen zusätzlichen Becker Wasser reichte, da das Thermometer im Schatten auf 22 Grad stieg, nur war halt ab KM 8 nirgends mehr Schatten.
Somit ist die Rechnung, die ich vom letzten Jahr mit der Strecke noch offen hatte getilgt und ich kann nächstes Mal wenn ich wieder hier laufe, ganz unbelastet rangehen.
Zum Marathon selber kann ich sagen, eine sehr anspruchsvolle Strecke mit fast 700 Höhenmetern bis KM 21,5, super organisiert, super Leistungen (langärmeliges Funktionshirt, freier Eintritt ins Thermalbad, Massagen und Bier im Ziel, super Prämien und Sachpreise) halt ein richtiger Landschaftsmarathon ohne Zuschauer, wenn man von den Pilgern absieht die einem immer wieder unterwegs begegnen.